5. EM / 8. Welt-Cup PARASKI 2010 beendet
15. März 2010
Frohen Mutes und mit hoher Motivation gingen die 6 Akteure der deutschen Delegation PARASKI in Predazzo, Südtirol, Italien an den Start.
Die Bitternis kam erst ganz am Ende des Wettbewerbs ...
MITTWOCH; 10 März 2010: Offizielle Anreise der Akteure.
Zum Meldeschluss zählte man insgesamt 73 Wettbewerber aus 12 Nationen, darunter neben Deutschland, Paraskier aus Östereich, Schweiz, Slowenien, Slowakei, Niederlande, Rumänien, Tschechische Republik, Australien, Südafrika und Gastgeber Italien.
Daraus ergaben sich für die Einzelwertung 10 Frauen und 63 Männer, aufgedröselt in 6 Junioren (alle männlich), sowie 11 Akteure für die Masterwertung (weiblich 1, männlich 10).
Die Teamwertung nach Nationen wies 13 Teams aus 9 Nationen auf, darunter als einziges Juniorenteam das aus Österreich.
DONNERSTAG, 11. März 2010: Team Germany in Führung.
Zwei Slalomläufe bei nebliger Witterung zum Auftakt. Als schnellster kam Italiens Spezialist in beiden Rennen ins Ziel. Reinhold Haibel, unser Paraski-Matador, wurde Zweiter.
Team-Germany setzte sich zusammen aus Rainhold Haibel, Oliver Hotopp, Nicol Grimm und Andreas Fischer. Nach Umrechnung zu Zielergebnissen lag das deutsche Team mit einem kleinen Vorsprung vor Slowenien und Italien in Führung. Die deutsche Delegation wurde ergänzt durch die Individualisten Jürgen Barth und Rainer Kiefer, sowie den FAI -Offiziellen Günter Berendt in der Position des Chef-Schiedsrichter und EXI als Schiedsrichter.
FREITAG, 12.März 2010: Team Germany weiter in Führung.
Zwei Zielrunden konnten auf dem am Berghang in > 1900 m ASL angelegten Zielgelände bei schwierigen Wetterverhältnissen, wechselnden Winden und immer wieder wolkenverhangenem Himmel, der zu Stand-By’s und Breaks führte, absolviert werden. Das Deutsche Team, liegt in Führung. Ergebnisse, siehe Anhang.
SAMSTAG, 13. März 2010: Team Germany vom Winde verweht .
Blau in Blau der Himmel, die Sonne strahlt. Die Temperaturen dennoch deutlich unter dem Gefrierpunkt. Auf Wunsch der Stadtväter von Predazzo wurde der Finaltag vom Berghang an den Talhang direkt am Ortsrand verlegt. Die erforderliche Hangneigung war durch aufgeschütteten Schnee erzwungen worden. Die Kälte machte dem “Mess-Target” so zu schaffen, dass es erst aufgewärmt werden musste. Mit einer Stunde Verspätung ging es schließlich los in die 3. Runde.
Ablauf wie am Schnürchen für die Runde 3 und 4. Was sich bereits gegen Ende der Runde 4 immer mehr bemerkbar machte, zeigte sich erst richtig in Runde 5.Die Windverhältnisse wurden mehr und mehr ungemütlich, gingen schließlich über das gesetzte Limit und wechselten unvermittelt die Richtung. Ein drastischer Windrichtungswechsel um mehr als 180 Grad wurde dem in Runde 5 in Führung liegenden deutschen Team schlussendlich zum Verhängnis.
Zwei deutsche Wettbewerber landeten ganz außerhalb des Wetbewerbgeländes, bei einem weiteren war der Wind über dem Limit. Völlig regelkonform gewährte der Chef-Schiedsrichter dem deutschen Team einen Wiederholungssprung, von der nächstliegenden Konkurrenz nicht unkommentiert hingenommen. Nach langem Warten, immer wieder auftretenden Windböen bis 12 m/s und nur noch 30 Minuten bis zum offiziellen Wettbewerbsende, wurde das Quartett, eine Windlücke nutzend, in wenigen Minuten mit dem Heli zum letzten Wettbewerbssprung auf Höhe geschickt.
Hangaufwärts gerichteter und in der Stärke wechselnder Wind erschwerte den deutschen Akteuren den Zielanflug und eine punktgenaue Landung erheblich. Gelandet ja, unverletzt auch ja, aber man sah rundum fassungslose Gesichter. Auf einen Schlag war die Führung perdue, vom Winde buchstäblich verweht und verwehrt. Die noch bittere Erkenntnis folgte wenige Zeit später. Der Wettbewerb war nicht nur zu Ende und keine Chance mehr vorhanden, die Scharte auszuwetzen. Man war auf Platz 5 durchgereicht worden. Der Medaillentraum war zum Alptraum geraten.
Der Deutschen Leid, der anderen Freud, musste das nüchterne Resumee lauten.
Bei der auf die Siegerehrung folgenden Abschluss-Gala fand man Zeit, Gelegenheit und Material, um die Wunden zu lindern. Gosau in Österreich richtet 2011 die Weltmeisterschaft aus.
BT Paraski Jürgen Barths aufmunternder Ergänzung, dass für das Paraski-Team Germany bisher immer eine WM und nicht eine EM das medaillentragende Ereignis gewesen ist, braucht nichts hinzugesetzt zu werden Allen Akteuren Dank für die würdige und sportlich faire Vertretung der Farben der Nation und des deutschen Fallschirmsports in der Öffentlichkeit.
EXI
Ergebnisse auf den beiliegenden Anhängen
Results+European+Cup+Individual+Female
Results+European+Cup+Individual+Master
Results+European+Cup+Individual+Male
Results+World+Cup+Individual+Female
Results+World+Cup+Individual+Male





















