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Freefly.

FS — Formationsspringen CF — Kappen-Formationsspringen AE — Artistik (Freefly/Freestyle) CP — Kappenfliegen PS — Paraski S/A — Ziel- und Stilspringen

3x4-way Headdown nonstadard.aero © Rolf Kuratle

AEArtistik (Freefly/Freestyle)

Die Disziplinen

Freefly

Freefly ist eine der jüngsten und innovativsten Fallschirmsportdisziplinen. Die fliegerischen Fähigkeiten sind im Laufe der Jahre stetig gestiegen, so dass heutzutage fast alles Vorstellbare geflogen werden kann.

Freefly hebt sich auch dadurch von anderen Sprungdisziplinen ab, weil es dem Freeflyer durch viele verschiedene Variationen (Sitzfliegen, Stehend-Fliegen, Kopf-Unten-Fliegen und Winkelfliegen) eine Fülle von Möglichkeiten bietet. Da die von der Luft angegriffene Fläche beim Freeflying wesentlich geringer ist, werden Geschwindigkeiten bis 320 km/h erreicht.

Im Laufe der letzten 10 Jahre haben sich neue (Haupt- und) Unterdisziplinen des Freeflying herausgebildet. Neben dem Springen aus reinem Hobbyspaß haben sich das VFS (VerticalFormationSkydiving mit vielen Handgriffen), das Großformationsfliegen (Big- Way), das Winkelfliegen (Flockdive, Atmonauti und Trackdive), sowie das wettkampforientierte Freefly-Teamspringen (3 Springer) etabliert.

Freefly-Teams bestehen aus 2 Performern und einem Videoflyer (Kameramann/-frau), die alle interaktiv zusammenarbeiten und unter Ausnutzung des kompletten 3- dimensionalen Raums anspruchsvolle Figuren fliegen.

Bei Wettkämpfen werden 7 Sprünge absolviert wovon die Runden 2 & 5 sogenannte Pflichtrunden (englisch: „Compulsory Rounds“) sind. Innerhalb dieser beiden Pflichtrunden müssen je 4 Figuren gezeigt werden, welche im international gültigen Regelwerk des jeweiligen Jahres genau beschrieben sind. Die 4 Figuren dürfen beliebig angeordnet und durch Übergänge und zusätzliche Figuren erweitert werden, somit kann jedes Team seinen Pflichtrunden eine persönliche Note verleihen. Gleichzeitig erreicht man durch die vorgeschriebenen Figuren einen besseren Vergleich der Teams untereinander.

Während der übrigen 5 Runden zeigt das Team seine Kür (englisch: "Free Routine“). Für die Kür gibt es keine Vorgaben. Die Teams fliegen ihr ganz eigenes Programm. Entscheidend für alle Runden, aber besonders für die Kür sind der Exit aus dem Flieger und ein kreatives Ende. Die Arbeitszeit endet nach 45 Sekunden, dann wird das Video angehalten. Um 45 Sekunden Arbeitszeit sicher zu stellen, werden Wettkampfsprünge in der Regel aus 4200m durchgeführt.

Bewertet werden die Runden ähnlich wie beim Eiskunstlauf auf einer Skala von 0.0 bis 10.0. Hierbei soll sowohl die Schwierigkeit als auch die optische Darbietung gewertet werden, wodurch z.B. ein technisch einfacheres Manöver, welches sauber geflogen wurde mehr Punkte erzielen kann als ein anspruchsvolles Manöver, welches unsauber ausgeführt wird.

Der Vorteil für die Teams liegt im Training vor allem darin, dass nur 3 verschiedene Sprünge trainiert werden müssen, welche dann auch genau so auf dem Wettkampf gezeigt werden.

Ab 2014 wird die Deutsche Meisterschaft Freefly in der Offenen Klasse wieder nach den oben beschriebenen, internationalen Regeln ausgetragen. Die erstmalig eingeführte Intermediate Klasse wird nach dem selben Prinzip gewertet, allerdings wurden die Pflichtrunden vereinfacht: Es müssen nur 3 festgelegt Figuren gezeigt werden, welche im Schwierigkeitsgrad deutlich unter dem der Offenen Klasse liegen. Lediglich für die Einsteigerklasse wurde das Punktesystem beibehalten. Hier werden Figuren gelost, die wie beim Formationsspringen hintereinander gezeigt werden müssen und mit einem Punkt pro gezeigter Formation gewertet werden.

Freestyle

Freestyle besteht aus graziösen, ballettartigen Figuren während des freien Falls, wobei die Flugmanöver eine hohe Anforderungen an Bewegungskoordination und Gleichgewichtssinn stellen. Auch hier ist eine gute Zusammenarbeit mit dem Kameramann unerlässlich, da man bei den verschiedenen Figuren unterschiedliche Fallgeschwindigkeiten erreicht.

Freestyle-Teams bestehen aus einem Performer und einem Videoflyer (Kameramann/- frau). In dieser Disziplin kommt es vorrangig auf Präzision, Akrobatik und Choreographie an. In Wettkämpfen gelten ähnliche Regeln und Bewertungskriterien wie beim Freefly.

Skysurfing

Entwickelt etwa ab Anfang der 1990er-Jahre, erfolgten Fallschirmsprünge mit einem an den Füßen befestigten „Surfbrett“. Die Beherrschung des Skysurfens ist recht anspruchsvoll und erfordert besondere Erfahrung und Umsicht. Durch den vom Brett erhöhten Luftwiderstand lassen sich Figuren ähnlich des Freestyles mit mehr Intensität durchführen. Drehungen um die eigene Achse, Flug kopfüber und das "Surfen" auf dem Brett sind nur einige Möglichkeiten.

Auch beim Skysurfen gibt es Pflicht- und Kürsprünge, denen ähnliche Maßstäbe wie beim Freestyle zugrunde liegen, wobei ebenfalls Kreativität und Choreographie des Skysurfers und des Kameramanns in der Bewertung ausschlaggebend sind.

Skysurfing-Teams bestehen aus einem Performer mit einem Skysurfboard und einem Videoflyer (Kameramann/-frau). Mittlerweile wird diese Disziplin nur noch selten ausgeübt.

nonstandard.aero © guscabana.com

Bundestrainerin AE

Katrin Kreisel

Katrin KreiselJahrgang 1966

im Sport seit 2004, 2.000+ Sprünge seit 2009 Schiedsrichterin für AE

Kader AE

A-Kader Freefly

Team 3 FLY 

Michael Jung
Mario Bosecke
Christian Richter – Video

B-Kader Freefly

Team Nimbus 

Philipp Exner
Sascha Weiß
Raphael Cabane – Video

A-Kader Freestyle

Team Nimbuz

Raphael Cabane
Philipp Exner – Video

B-Kader Freestyle

Midlife Crisis Rückfall/FSZ Saar

Dr. Regine Carl
Dr. Wolfgang Carl – Video

Deutsche Meister 2017

Freefly Offen

  1. 3 FLY Neustadt-Glewe (36,5)
  2. Nimbus (36,3)

Freefly Fortgeschritten

  1. JOMATO (46,9)
  2. Spaghetti and the Meatballs (38,6)
  3. Krass Freefly FSV Magdeburg (36,3)
  4. In Progress (31,8)

Freefly Einsteiger

  1. SkyUnit (47)
  2. fEierfly Skydive Westerwald (33)
  3. Out of Gravity (25)

Freestyle Offen

  1. Nimbus (34,4)
  2. Midlife Drisis Rückfall / FSZ Saar (28,9)

Alle Ergebnisse im Detail mit Video auf der DM-Sonderseite

 

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